Zweite Eskalationsstufe im Notfallplan Gas – Was jetzt?
9. August 2022
Der Notfallplan Gas sieht drei Eskalationsstufen vor. Aktuell ist Stufe zwei aktiv. Was bedeutet das für private Haushalte?

Der Notfallplan Gas und seine Folgen

Jüngst hat die Bundesregierung wegen der angespannten Lage auf den Gasmärkten die zweite von drei Eskalationsstufen des Notfallplans Gas ausgerufen. Diese Entscheidung hat aktuell noch keine Auswirkungen auf die Endverbraucher, dennoch gibt es ab sofort und für die kommenden Monate einiges zu berherzigen und zu beachten, was die Themen Gas sowie Gasverbrauch und Heizung angeht.

Zweite Eskalationsstufe im Notfallplan Gas: Was bedeutet das?

Mit Ausrufen der zweiten Stufe des Notfallplans Gas werden die Verbraucher unter anderem aufgefordert, die persönlichen Verbräuche zu senken.

Notfallplan Gas Alarmstufe 2

„Wir sind in einer Gaskrise. Gas ist von nun an ein knappes Gut“ – mit diesen Worten leutete Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck die zweite Stufe des Notfallplans Gas vor wenigen Tagen ein. Ein kleiner Schock, denn es ist das erste mal seit Bestehen der Bundesrepublik, dass die Regierung diesen Schritt gehen musste. Doch welche Auswirkungen hat das für den Endverbraucher?

Die gute Nachricht: Aktuell hat die Erhöhung der Alarmstufe keine Auswirkungen auf Endverbraucher, denn die zweite Eskalationsstufe wird automatisch ausgerufen, wenn eine Störung in der Gasversorgung vorliegt oder eine außergewöhnlich hohe Nachfrage nach Gas zu einer erheblichen Verschlechterung der Gasversorgungslage führt. Beide Bedingungen sind mittlerweile erfüllt, da Russland die Gaszufuhr nach und nach weiter gedrosselt hat und es so schwierig wird, die Gasspeicher vor dem Winter auf die geforderten Mindeststände aufzufüllen. Und damit es uns alle im wahrsten Sinne des Worten nicht erst im Winter eiskalt erwischt, müssen jetzt die Vorbereitungen getroffen werden.

Die schlechte Nachricht: Die Preise für Gas und weitere Brennstoffe bewegen sich ohnehin auf sehr hohem Niveau – und laut der Aussage von Habeck müssen wir uns auf weitere Anstiege gefasst machen. Daher sind aktuell öffentliche Einrichtungen, die Industrie sowie alle Privathaushalte aufgefordert, den Gasverbrauch zu reduzieren.

Notfallplan Gas Alarmstufe 3

Der Notfallplan Gas hat noch eine dritte Eskalationsstufe: Bei der höchsten Stufe würde die Bundesnetzagentur bei Gasmangel zuteilen, wer noch Gas bekommt. Allerdings sind private Haushalte besonders geschützt und sollen möglichst lange versorgt werden, ebenso wie Krankenhäuser oder Pflegeheime. Für große Teile der Industrie würde dies jedoch einen Produktionsstopp bedeuten. Für eine Entspannung des Gasmarkts könnte eine geplante Autkionsplattform sorgen, auf der industrielle Großkunden unbenötigte Gasmengen anbieten können – dieses Portal soll es bereits in diesem Sommer geben.

Habeck: „Jetzt Heizungsanlagen warten lassen!“

Bundeswirtschaftminister Habeck forderte zudem Privathaushalte auf, ihre Heizungsanlagen bereits jetzt warten zu lassen und nicht erst bei der nächste Heizperiode. Allein mit dieser Maßnahme seien Einsparungen von 15 Prozent möglich, so Habeck. Diese Maßnahme hat noch einen weiteren Vorteil: Die meisten Heizungsbetreiber werden meist erst zu Beginn der jährlichen Heizperiode aktiv – und wenn eine Anlage dann nicht richtig läuft, gehen in kurzer Zeit sehr viele Anfragen bei Heizungsbauern ein – was dann die Termine knapp macht und zum Teil zu einem weiteren Engpass an Ersatzteilen führen kann. Daher unser Rat:

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